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- Pressemitteilung Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) 06.07.2017 -

Foto Querformat: Drei Heckrinder auf einer Weide, wobei zwei Tiere neugierig direkt in die Kamera blicken.
Heckrinder und Konik-Pferde weiden ganzjährig auf der
DBU-Naturerbefläche Oranienbaumer Heide, um das großflächige
Offenland als Lebensraum für seltene Tier- und Pflanzenarten zu erhalten.
Foto: © DBU - INFO Heckrind: Artikel Heckrind - de.wikipedia.org
Logo mit Grafik und Text. Grafik: Ein mit zwei Teilen stilisierter Baum, in Hellgrün und Grün. Darunter eine stilisierte Welle in Blau. Text mehrzeilig, verteilt: DBU Deutsche Bundesstiftung Umwelt

DBU-Fläche Oranienbaumer Heide "Weidelandschaft 2017"

Sachsen-Anhalts Umweltministerin Dalbert übergab heute Auszeichnung – Beweidungsprojekt "wegweisend"

Oranienbaum, 6. Juli 2017 - Seit heute ist die DBU-Naturerbefläche Oranienbaumer Heide nun auch offiziell "Weidelandschaft des Jahres 2017". Im Rahmen einer Exkursion zeichnete Prof. Dr. Claudia Dalbert, Umweltministerin des Landes Sachsen-Anhalt, die DBU-Naturerbefläche mit dem vom Verein Weidewelt ausgelobten Titel aus und betonte: "Das Beweidungsprojekt Oranienbaumer Heide ist eine Erfolgsgeschichte, die ihresgleichen in Sachsen-Anhalt sucht. Vom einstmals militärisch genutzten Areal zu einem der artenreichsten Gebiete im Land – diese Entwicklung war nur durch das Engagement von vielen aktiven Naturschützern möglich. Das Projekt ist ein wichtiger Schritt zur Erhaltung der biologischen Vielfalt auch für künftige Generationen." Der Bundesforst, die Hochschule Anhalt und die Primigenius gGmbH als Projektpartner sowie das DBU Naturerbe als Flächeneigentümer freuen sich über die Auszeichnung, die das Engagment der Verantwortlichen für den Erhalt der Biodiversität auf der Fläche belohnt.

Ausgezeichnetes Beweidungsprojekt zur Pflege von Offenlandlebensräumen

"Das Beweidungsprojekt ist wegweisend für den Erhalt von wertvollem Heidegebiet und steht stellvertretend für die erfolgreiche Umsetzung naturschutzfachlicher Aspekte auf Naturerbeflächen", betonte auch Prof. Dr. Werner Wahmhoff, stellvertretender Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) und fachlicher Leiter sowie Prokurist des DBU Naturerbes, die Besonderheiten. Die DBU-Naturerbefläche Oranienbaumer Heide, auf der ganzjährig Heckrinder und Konik-Pferde weiden, um großflächiges Offenland als Lebensraum für seltene Tier- und Pflanzenarten zu erhalten, ist ein Mosaik wertvoller Lebensräume. Auf rund 850 Hektar wachsen Trockenrasen und Heide, die vor Verbuschung durch Birken und Kiefern geschützt werden müssen, um wertvolle Offenlandlebensräume für gefährdete Tier- und Pflanzenarten zu erhalten. Diese Aufgabe übernehmen ganzjährig robuste Heckrinder und Konik-Pferde, die durch ihr unterschiedliches Fressverhalten die Entwicklung des Offenlandes positiv beeinflussen. Bereits seit 2008 wird das Vorhaben fachlich und finanziell von der DBU als Modellprojekt gefördert und heute vom DBU Naturerbe als Flächeneigentümer fortgeführt.

Foto Querformat: Unzählig viele Komik-Pferde auf einer rießigen satt-grünen Weide.
Konik-Pferde
INFO Konik: Artikel Konik - de.wikipedia.org
Foto: User:GerardM - Wikimedia Commons
Lizenz Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported

Ziegenmelker, Heidelerche und Wiedehopf finden hier Lebensräume

Charakteristische und teilweise seltene Tier- und Pflanzenarten wie Ziegenmelker, Heidelerche und sogar der Wiedehopf finden hier Lebensräume und unterstreichen die Bedeutung des Projektes. Viehweiden, wie das Beweidungsprojekt in der Oranienbaumer Heide, die zu den biotop- und artenreichsten Gebieten in Sachsen-Anhalt zähle, haben einen hohen Wert für Biodiversität und Klimaschutz, betonte Wahmhoff. Der Verein Weidewelt möchte auf die Besonderheiten und Herausforderungen verschiedener Weideflächen aufmerksam machen.

Bedeutungsvolle Auszeichnung für naturschutzfachliche Arbeit

Die Hochschule Anhalt entwickelte seit 2008 wissenschaftliche Maßnahmen zur Pflege der wertvollen Heidelandschaft, die durch extensive Ganzjahresbeweidung von der Primigenius – Köthener Naturschutz- und Landschaftspflege gGmbH erfolgreich umgesetzt und von den Mitarbeitern der Sparte Bundesforst der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben naturschutzfachlich begleitet werden. Wahmhoff freut sich über die Auszeichnung und hebt das partnerschaftliche Engagement und die Zusammenarbeit aller Beteiligten hervor: "Ein solches Projekt hat Pioniercharakter und motiviert uns für den weiteren Weg, sich gemeinsam für den Naturschutz und die Erhaltung für nachfolgende Generationen als Orte der biologischen Vielfalt einzusetzen."

Strukturreicher Lebensraum für den Naturschutz bewahrt

Die DBU-Naturerbefläche Oranienbaumer Heide ist eine von 70 Liegenschaften der Stiftungstochter aus Osnabrück, die die Flächen treuhänderisch für zukünftige Generationen verwaltet und unter naturschutzfachlichen Aspekten sichert. Insgesamt hat sie rund 69.000 Hektar vor allem ehemals militärisch genutzte Flächen vom Bund übernommen. Auf den Flächen sollen offene Lebensräume mit seltenen Arten durch Pflege bewahrt, Wälder möglichst ihrer natürlichen Entwicklung überlassen, artenarme Forste zu naturnahen Wäldern umgewandelt und Feuchtgebiete sowie Gewässer ökologisch aufgewertet oder erhalten bleiben.

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INFO: [ Die Oranienbaumer Heide direkt auf der freien Straßenkarte OpenStreetMaps - neues Fenster ]

Weitere Informationen:

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) ist eine Stiftung der Bundesrepublik Deutschland mit Sitz in Osnabrück.
Die Stiftung wurde durch Gesetz des Bundestages vom 18. Juli 1990 als Stiftung bürgerlichen Rechts gegründet.
Mit dem Privatisierungserlös der Salzgitter AG, in Höhe von rund 1,3 Milliarden Euro als Stiftungskapital, gehört sie zu den größten Stiftungen in Europa. Die Erträge aus dem Stiftungsvermögen stehen für Förderaufgaben zur Verfügung. Die DBU fördert innovative beispielhafte Projekte zum Umweltschutz. Seit Aufnahme der Stiftungsarbeit am 1. März 1991 hat sie nach eigenen Angaben mehr als 9.000 Projekte mit rund 1,6 Milliarden Euro Fördervolumen unterstützt (Stand: Februar 2016).

Geschäftsstelle Deutsche Bundesstiftung Umwelt
In der Geschäftsstelle der Deutschen Bundesstiftung Umwelt arbeiten ca. 100 Personen, die sich im Kern mit der Förderung geeigneter Projekte beschäftigen. Das Leitbild der Deutschen Bundesstiftung Umwelt - dbu.de.

Die gemeinnützige DBU Naturerbe GmbH
In der DBU Naturerbe gGmbH sind ca. 20 Personen beschäftigt. Sie hat die Aufgabe großräumige Liegenschaften – rund 60.000 Hektar – langfristig für den Naturschutz zu sichern. - https://www.dbu.de/naturerbe.

DBU Zentrum für Umweltkommunikation
Das DBU Zentrum für Umweltkommunikation betreibt die Öffentlichkeitsarbeit für den DBU Konzern. Hier sind ca. 30 Personen beschäftigt.
- https://www.dbu.de/zuk.

DBU Newsletter: "DBU-Aktuell" sowie "DBU-Aktuell - Umweltbildung"
"DBU-Aktuell" beinhaltet allgemeine Informationen über die Fördertätigkeit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt aus allen Förderbereichen.
"DBU-Aktuell Umweltbildung" kommuniziert Informationen aus dem Bereich Umweltbildung und Umweltkommunikation. Hier finden Sie Aktuelles zu DBU-geförderten Bildungsprojekten und ihren Ergebnissen.
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- Veröffentlichung dieser Seite am 06. Juli 2017 -