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- Ankündigung: Öffentliches Symposium - kostenfrei -

- Pressemitteilung Akademie der Künste / ECCHR - 22.09.2016 -

Schriftlogo: Ein breiter hellblauer Rahmen um ein weißes Feld; Text im Feld in Schwarz: Akademie der KünsteSchriftlogo, mehrzeilig, auf Weißem Grund in Schwarz, Text links: European Center for Constitutional and Human Rights; rechts daneben ein schwarrzer Kreis mit weißer Schrift: ECCHR

Symposium: "Gedächtnis und Gerechtigkeit"
Donnerstag, 29. September – Samstag, 1. Oktober 2016
Akademie der Künste
Hanseatenweg Berlin

[ Die Akademie der Künste direkt auf der freien Straßenkarte OpenStreetMaps ]   Anreise: S Bellevue, U Hansaplatz, Bus 106

Über 30 KünstlerInnen, JuristInnen und AktivistInnen diskutieren über Menschheitsverbrechen, Folter und Techniken der Aufarbeitung

Berlin, 22. September 2016 - "Gedächtnis und Gerechtigkeit" – das ist das zentrale Thema von Estela de Carlotto, Thomas Walther, Anwar al-Bunni und Milo Rau sowie auch der anderen Teilnehmenden des gleichnamigen Symposiums, zu dem die Akademie der Künste und das European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR) vom 29. September bis zum 1. Oktober in Berlin einladen.

Estela de Carlotto, langjährige Präsidentin der Großmütter der Plaza de Mayo, war als Betroffene und Aktivistin unmittelbar an der Aufarbeitung der Diktaturverbrechen in Argentinien beteiligt. Thomas Walther hat seine juristische Laufbahn der Aufklärung der NS-Verbrechen gewidmet, zunächst als Staatsanwalt und dann als Anwalt von Holocaust-Überlebenden bei Prozessen in Deutschland. Anwar al-Bunni, ebenfalls Rechtsanwalt, hat jahrelang in Syrien politisch Verfolgte vor Gericht verteidigt und arbeitet heute von Berlin aus daran, dass die Verbrechen aller syrischen Kriegsparteien eines Tages vor Gericht verhandelt werden. Milo Rau, Theatermacher, Wissenschaftler und Journalist aus der Schweiz, thematisiert in seinen Arbeiten immer wieder Kolonialverbrechen und aktuelle Kriege in Afrika und Europa.

Diese vier TeilnehmerInnen stehen stellvertretend für mehr als 30 KünstlerInnen, JuristInnen und AktivistInnen aus aller Welt, die sich mit Massengewalt und Massenverbrechen auseinandersetzen. Im Rahmen von "Gedächtnis und Gerechtigkeit" diskutieren sie im interdisziplinären, epochen- und länderübergreifenden Austausch über die juristische, politische und gesellschaftliche Aufarbeitung von Massenverbrechen sowie über die Rolle zivilgesellschaftlicher AkteurInnen.

Zentrale Fragen des zweieinhalbtägigen Symposiums sind: Welchen Stellenwert haben Folter und Massenverbrechen in der kollektiven Erinnerung? Mit welchen Mitteln und Techniken kann eine Bestandsaufnahme aktueller und historischer Menschenrechtsverbrechen geleistet werden? Was sind die kulturellen und politischen Konsequenzen von Straflosigkeit und öffentlichem Verschweigen schwerwiegender Massenverbrechen? Und: In welchem Verhältnis stehen strafrechtliche Verfolgung und eine zivilgesellschaftliche Kultur des Erinnerns?

Das Programm wird kuratiert von Wolfgang Kaleck, Generalsekretär des ECCHR. Es umfasst Podiumsdiskussionen, Filmvorführungen, Lesungen und eine Ausstellung künstlerischer Arbeiten.

Eine Kooperation der Akademie der Künste und des European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR), gefördert von der Bundeszentrale für politische Bildung.

Teilnehmende:
Jeanine Meerapfel, Präsidentin der Akademie der Künste
Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung
Wolfgang Kaleck, Generalsekretär des ECCHR

Anwar al-Bunni, Rechtsanwalt, Aktivist (Berlin)
Sylvestre Bisimwa, Rechtsanwalt (Bukavu)
Beatriz Brinkmann, Aktivistin (Santiago de Chile)
Reed Brody, Rechtsanwalt, u.a. im Prozess gegen Ex-Diktator Hissène Habré (New York)
Estela de Carlotto, Aktivistin, Präsidentin der Vereinigung der Großmütter der Plaza de Mayo (Buenos Aires)
Omar D., Fotograf (Paris / Algier)
Andreas Fanizadeh, Journalist (Berlin)
Juan Garcés, Anwalt, u.a. im Pinochet-Prozess (Madrid)
Martin Glasenapp, ehem. Syrien-Referent bei medico international (Berlin)
Erich Hackl, Schriftsteller (Wien)
Scott Horton, Menschenrechtsanwalt und Publizist, Harper’s Magazine (New York)
Patrick Kroker, Anwalt, ECCHR (Berlin)
Gila Lustiger, Schriftstellerin (Paris)
Sara Méndez, Aktivistin und Überlebende der Operation Condor (Montevideo)
Yasmina Musić, Schauspielerin (Dortmund)
Orit Nahmias, Schauspielerin, Gorki Theater (Berlin)
Milo Rau, Regisseur (Köln)
Knut Rauchfuss, Arzt und Journalist, Medizinische Flüchtlingshilfe (Bochum)
Kathrin Röggla, Schriftstellerin und Vize-Präsidentin der Akademie der Künste (Berlin)
Rüdiger Rossig, Journalist (Berlin)
Fabiana Rousseaux, Psychologin (Buenos Aires)
Beate Rudolf, Juristin und Direktorin Deutsches Institut für Menschenrechte (Berlin)
Volker Schlöndorff, Regisseur (Potsdam) tbc
Mark Sealy, Fotograf und Kurator (London)
Peter Seibert, Literaturwissenschaftler (Kassel)
Ronen Steinke, Autor und Journalist (München)
Karina Theurer, Juristin und Redakteurin (Berlin)
Claire Tixeire, Juristin, ECCHR (Berlin)
Ilija Trojanow, Schriftsteller (Berlin)
Najem Wali, Schriftsteller (Berlin)
Thomas Walther, Rechtsanwalt und Nebenklagevertreter in NS-Verfahren (Kempten)
Peter Weiss, Rechtsanwalt und Vizepräsident Center for Constitutional Rights (New York)
Gerhard Werle, Rechtswissenschaftler (Berlin)
Rosa Yassin Hassan, Autorin und Aktivistin (Hamburg)

KünstlerInnen:
Forensic Architecture (London)
Silvina Der-Meguerditchian (Berlin)
Eduardo Molinari (Buenos Aires)
Nghia Nuyen (Berlin)

Ausführliches Programm unter: www.gedaechtnis-und-gerechtigkeit.de.     Programm-Flyer - PDF, 2 Seiten rd. 2 MB


Über die Akademie der Künste

Die Akademie der Künste in Berlin ist seit 1. Januar 2004 eine von der Bundesrepublik Deutschland getragene Körperschaft des öffentlichen Rechts, die sich der Förderung der Bildenden Kunst, der Baukunst, der Musik, der Literatur, der Darstellenden Kunst sowie der Film- und Medienkunst widmet. Die Akademie ist eine internationale Gemeinschaft von Personen, die sich um die Künste verdient gemacht oder die zur Kunst ihrer Zeit beigetragen haben.
Startseite: www.adk.de

Über das European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR)

Das European Center for Constitutional and Human Rights e.V. (ECCHR; deutsch Europäisches Zentrum für Verfassungs- und Menschenrechte) ist eine als Verein organisierte, gemeinnützige und unabhängige Menschenrechtsorganisation, die sich mithilfe juristischer Mittel dafür einsetzt, dass die Verantwortlichen von Menschenrechtsverletzungen zur Rechenschaft gezogen werden. Gegründet wurde das ECCHR 2007 von Berliner Rechtsanwalt Wolfgang Kaleck, gemeinsam mit einer internationalen Gruppe von Rechtsanwälten.
Startseite: https://ecchr.eu

Über die Bundeszentrale für politische Bildung

Die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) wurde am 25. November 1952 als Bundeszentrale für Heimatdienst in der Bundesrepublik Deutschland gegründet. Den heutigen Namen trägt sie seit 1963. Die bpb ist eine nachgeordnete Behörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums des Innern mit Sitz in Bonn. Die bpb unterhält Medienzentren in Bonn und Berlin. Seit Juni 2000 ist Thomas Krüger Präsident der bpb.
Startseite: www.bpb.de

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- Veröffentlichung dieser Seite am 23. September 2016 -